Bartmeise

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Sperlingsvögel
  • Unterordnung: Singvögel
  • Familie: Bartmeisen
  • Art: Bartmeise (Panurus biarmicus)

 

Aussehen: Die Bartmeise wird etwa 14 bis 16 cm groß. Das Männchen (Bild oben) hat einen blaugrauen Kopf, der restliche Körper ist hellbraun bis orangebraun gefärbt, charakteristisch ist der schwarze Bartstreif (=> Name). Der kurze Schnabel ist gelb gefärbt und die Beine sind schwarz. Das Weibchen (Bild unten) hat einen bräunlichen Kopf ohne Bartstreif.

Verhalten: Sie lebt sehr versteckt, ist aber dem Menschen gegenüber normalerweise nicht besonders scheu. Sie ist ganzjährig gesellig und oft in Trupps unterwegs.

Gesang: Die nasalen Rufe ähneln einem "dsching". Der Gesang besteht aus unreinen, knirschenden und zwitschernden Tönen.

Lebensraum: Sie besiedelt bevorzugt ausgedehnte Schilf- und Röhrichtgebiete mit großen Altschilfbeständen an Binnengewässern. Sie hält sich hier häufig tief unten im Schilf auf, selten ist sie in angrenzendem Gebüsch zu beobachten.

Nahrung: Sie ernährt sich im Sommer v.a. von Insekten und Spinnen, im Winter überwiegend von Schilfsamen.

Brut: Die Bartmeise lebt meist in lebenslanger Monogamie. Das Nest aus Schilf wird tief im Röhricht versteckt errichtet. Die 4 bis 7 Eier werden etwa 10 bis 13 Tage lang von beiden Partnern bebrütet. Es gibt 2, selten auch 3 Jahresbruten.

Sonstiges: Es gibt in strengen Wintern oft hohe Verluste, was zu starken Bestandsschwankungen führt. So gab es erst im 20. Jahrhundert wieder Brutnachweise in Deutschland.

Bestand: Die Bartmeise ist in Deutschland ein recht seltener und nur lückenhaft verbreiteter Vogel. Die größten Bestandsvorkommen gibt es im Norden.

   
           2 Männchen                                                                   Nahrungssuche im Schilf




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 Status Rote Liste Deutschland:

 nicht gefährdet